Haus der Heimat

Haus der Heimat

Das „Haus der Heimat“ wurde als Begegnungsstätte der Erlebnisgeneration gegründet und 1996 eröffnet. Heute haben es sich die Verantwortlichen zur Aufgabe gemacht, das Haus an die gewandelten gesellschaftlichen Bedingungen anzupassen und seine Ziele neu zu definieren.

Verwaltungssitz

Das Haus ist der Verwaltungssitz des VLÖ, der Dachorganisation aller Heimatvertriebenen in Österreich. Der Verband vertritt derzeit rund 75.000 Mitglieder und agiert im Bewusstsein, dass schätzungsweise zwei Millionen Österreicherinnen und Österreicher Wurzeln im alten Österreich haben. Zudem sind die Gremien der Sudetendeutschen, Karpatendeutschen, Buchenlanddeutschen, Siebenbürger Sachsen, Banater Schwaben und Donauschwaben hier etabliert.

Rudolf-Reimann-Festsaal

Dieser Saal wurde mit viel Liebe zum Detail neugestaltet und am 15. Oktober 2025 durch Bundeskanzler Dr. Christian Stocker seiner Bestimmung übergeben. Mit seinem modernen Ambiente und dem angeschlossenen Kaffeehausbereich dient der Saal als „Tor zur Außenwelt“ und Visitenkarte des Hauses. Gleichzeitig bietet er den Mitgliedsorganisationen eine repräsentative Heimstatt.

Haus der Heimat Kaffeehausbereich
Haus der Heimat Saal

Archiv

Das VLÖ-Archiv, dessen Bestände unter der Leitung von Dr. Phillip Strobl (Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien) grundlegend erschlossen und katalogisiert wurden, soll in einem zweiten Schritt digitalisiert werden. Neben den über 100.000 Einzelbeständen des VLÖ (vor allem Primärquellen) sollen auch die Archivbestände der deutschen Volksgruppen in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie erfasst und so Forschung, Studierenden und interessierter Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Lernort Österreich

Der geplante „Lernort Österreich“ im Haus der Heimat wird keine herkömmliche museale Darstellung der Geschichte der deutschsprachigen Altösterreicher sein. Stattdessen soll durch digitale und immersive Möglichkeiten ein moderner Lernort für die nächste Generation entstehen. Dabei geht es nicht nur um die historische Beleuchtung, sondern darum, aus den Ereignissen von Flucht, Vertreibung und der Stigmatisierung der Heimatverbliebenen Lehren für die Gegenwart zu ziehen.

Gemeinsam mit dem digitalen Archiv steht auch die Sicherung des Kulturguts der altösterreichischen Volksgruppen in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie im Fokus. Weiters soll eine Dauerausstellung über das heutige Leben – analog zur Wanderausstellung „In zwei Welten – Deutsche Minderheiten stellen sich vor“ – Zeugnis über die aktuelle Existenz dieser deutschsprachigen Altösterreicher ablegen.