Die derzeitige Führung des VLÖ versucht folgende zukunftsträchtige Themen umzusetzen:
- Etablierung eines digitalen Archives: Ziel ist es, dass die über 100.000 Archivalien des VLÖ (vor allem Primärquellen) sowie die Archivbestände der deutschen Volksgruppen in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie im Sinne einer „Kulturgutsicherung“ erfasst werden und so einem interessierten Publikum, Studierenden und der Forschung zugänglich gemacht werden.
- Schaffung des „Lernorts Österreich“: Dies soll keine herkömmliche museale Darstellung der Geschichte und Existenz der deutschsprachigen Altösterreicher bzw. ein „Heimatvertriebenenmuseum“ sein, sondern mit entsprechenden digitalen bzw. immersiven Möglichkeiten ein Lernort für die nächste Generation werden, wobei es vor allem auch darum gehen wird, nicht nur die Historie zu beleuchten, sondern eben aus den Ereignissen von Flucht und Vertreibung und der Stigmatisierung der Heimatverbliebenen für das Heute zu lernen.
- Ausgleich im Zusammenhang mit den sogenannten „Herrenlosen Geldern“ bzw. dem der Republik Österreich nach 1945 zu Unrecht zugefallenen Vertriebenenvermögen.
- Etablierung eines Lehrstuhles für die Geschichte der deutschsprachigen Altösterreicher.
- Etablierung des VLÖ als Mittlerstelle für die deutschen-altösterreichischen Volksgruppen in den ehemaligen Nachfolgestaaten der Donaumonarchie in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Verbundenheit in der Bundesrepublik Deutschland, mit der ein Kooperationsabkommen besteht.
- Gesetzliche Absicherung des Vertriebenenbeirates für die deutschsprachigen Altösterreicher als parlamentarische Einrichtung.
- Politische Unterstützung im Zusammenhang mit der Restitutionsgesetzgebung in Serbien.
- Stärkung der verfassungsrechtlichen Absicherung der Minderheitenrechte der Deutsch-Untersteirer und Gottscheer in Slowenien.
- Errichtung eines österreichisch-tschechischen Zukunftsfonds zur Aufarbeitung der gemeinsamen 800-jährigen Geschichte.