Gottscheer Landsmannschaft in Klagenfurt

Das Gottscheer Land, 1330 von den Grafen von Ortenburg mit Bewohnern aus Oberkärnten und Osttirol urbar gemacht, war bis zur Umsiedlung in den Wintermonaten 1941/1942 die Heimat der Gottscheer. Nach dem Zerfall des Habsburger Reiches bzw. nach dem Ersten Weltkrieg kam es schon zu ersten Veränderungen, denn die Sprachinselbewoh­ner wurden jugoslawische Staatsbürger. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam dann das endgültige Aus, denn die nach der Umsiedlung in der Untersteiermark lebenden Gottscheer wurden vertrieben und mussten flüchten. Sie waren nun endgültig heimatlos.

Viele Landsleute waren jedoch schon vor den Weltkriegen vor allem in die Neue Welt ausgewandert, andere fanden auch in Österreich eine neue Heimat. Die Gründe waren unterschiedlich. Damit sie Unterstützung und Hilfe sowie Heimatersatz finden konnten, wurden von den Gottscheern Vereine gegründet.

Bereits im Mai 1919 kam es in Graz zur Gründung des Vereines „Gottscheerland“. Eine Zweigstelle gab es ab 1919 auch in Klagenfurt, die 1928 selbständig wurde, jedoch während des 2. Weltkrieges ihre Tätigkeit einstellte.

1952 war das eigentliche Gründungs­jahr des Gottscheer Vereines in Klagen­furt unter dem Namen „Hilfsverein der Gottscheer und Deutsch-Krainer“. Die Gründungshauptversammlung war am 9. November.

1959 wurde aus dem Hilfsverein die „Gottscheer Landsmannschaft in Klagenfurt“, welche auch die Gottscheer Zeitung herausgibt; diese wurde 1904 in Gottschee gegründet und nach den Kriegsereignissen 1955 in Klagenfurt wiederbegründet.

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