Einweihungsfeier der „Steinernen Gedenkstätte“

Am 5. Oktober 2024 fand mit über 200 Teilnehmern eine würdige Einweihungsfeier der „Steinernen Gedenkstätte“ auf dem Bachern statt.

Finden Sie hier den vollständigen Ablauf inkl. aller Ansprachen in Deutsch und Slowenisch sowie ein paar Impressionen.

Ansprachen

Impressionen

Geburtstagsfeier zu Ehren von Giselherr Gutmann

Am 2. Oktober 2024 beging Giselher Guttmann, der erste Psycho Brains Scanner der Welt, seinen 90. Geburtstag.

Unter den Gratulanten waren der Großneffe Sigmund Freuds Dr. Peter Schütz, Ausbildung- und Supervisionstherapeut, sowie Prof. DDr. Salvatore Giacomuzzi, Gerichtssachverständiger und habilitierter klinischer Psychologe, die eine Trauma Beratung für Zeitzeugen und ihre Familien im Lernort Österreich ermöglicht haben.

80 Jahre Siebenbürger Sachsen in Österreich

Vor 80 Jahren – den Wurzeln entrissen

„Sorge dich nicht, der liebe Gott schützt dich und der liebe Gott ist schonlängst dort, an jenem fremden Ort, wo du mit deinem Kind hinkommst.“ Dies waren die bedeutungsvollen tröstend sollenden Worte eines Tschippendorfers an sein 20jähriges Mariechen, als diese mit ihrem einjährigen Sohn im September 1944 gemeinsam mit vielen Müttern und deren Kindern ins Ungewisse aufbrach. Niemand wusste wohin die Reise ging, der Trennungsschmerz war unsäglich, die Erwachsenen, die sich am Bistritzer Bahnhof verabschiedeten, weinten lauter als die Kinder.

Der 14. Heimattag von 20. bis 22. September 2024 in der Patenstadt der Heimatvertriebenen, in Wels, ausgerichtet vom Verband der Siebenbürger Sachsen in Österreich, stand ganz im Zeichen der Ereignisse vor 80 Jahren, der Evakuierung und Flucht aus Siebenbürgen. So war die Gedenkveranstaltung am Freitagabend als Einleitung zum Heimattag diesem Geschehen gewidmet. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, als die über 250 Besucher und Besucherinnen der Lesung vom Schauspieler Denis Riffel, dem zur Lesung passenden Klängen der Harfe und den historischen Bildern der Evakuierung und Flucht aus Siebenbürgen, zuhörten.

Die Aufzeichnungen des ehemaligen Bürgermeisters aus Tschippendorf waren nur ein Schicksal von tausenden. Als 1944 die im Norden des Karpatenbogens, im sogenannten Nösnerland siedelnde Bevölkerung, (d.i. das Umland der Städte Bistritz und Sächsisch-Regen) sowie aus sieben Grenzgemeinden dieses Gebietes (Felldorf, Rode, Maniersch, Draas, Zuckmantel, Zendersch und Katzendorf) evakuierten Siebenbürger Sachsen vor der herannahenden Ostfront evakuiert wurden, war halb Europa im Aufbruch. Ihre Flucht endete für die Mehrzahl im damaligen Gau Oberdonau, heute Oberösterreich und im Salzburgischen, einige der Trecks wurden nach Bayern weitergeleitet. In ihren Aufnahmeorten haben sich die Siebenbürger Sachsen mit Fleiß und Ausdauer unter Wahrung ihrer Gemeinschaft und Volkskultur eingelebt und sind heute in ihren Wohnorten anerkannte und geschätzte Bürger. Dem Ende der historischen Besiedlung und kulturellen Prägung der alten Heimat steht der Anfang eines neuen Abschnittes unserer Geschichte mit neuen Gemeinschaftsaufgaben gegenüber. Die Fluchtbewegung begann am 9. September 1944, in Wagentrecks und Bahntransporten verließen ca. 40.000 Nordsiebenbürger die von Ihnen seit Jahrhunderten durch Gemeinschafts- und Familiensinn, evangelische Glaubensfestigkeit, Ordnungssinn, Fleiß und Traditionsbewusstsein kulturell und wirtschaftlich geprägten Heimat.

Die Trecks erreichten nach mühevoller Flucht Anfang November die damalige Reichsgrenze. Einige wurden in Niederösterreich von der Roten Armee überrollt und zurückgeleitet, der größere Teil erreichte Oberösterreich, wo ca. 30.000 Flüchtlinge in über 20 Landgemeinden der Bezirke Braunau, Ried, Eferding, Vöcklabruck, Gmunden, Linz-Land, Steyr-Land und Wels untergebracht wurden. Durch Übersiedlungen nach Deutschland, Kanada und USA verringerte sich die Zahl der in Oberösterreich auf Dauer ansässig gewordenen Siebenbürger Sachsen bis 1950 auf ca. 20.000. Die Zuzügler fanden nach dem Krieg, vorwiegend in der Landwirtschaft, im Baugewerbe und später in den Industriebetrieben der Städte, Arbeit. Durch ihre Teilnahme am Aufbau des kriegszerstörten Landes, durch die Sozialkontakte des Alltagslebens und auch durch das Bewusstwerden ehemaliger historischer Gemeinsamkeiten zwischen Österreich und Siebenbürgen kam es für die Siebenbürger Sachsen zu einem Integrationsprozess, welcher vor allem durch das Bekennen ihrer historischen Gemeinschaft und die Pflege ihres Brauchtums und ihrer auch kirchlichen Traditionen seinen Ausdruck findet.

Auf diesen Grundlagen haben die Siebenbürger Sachsen in Österreich nach 1945 (rechtlich nach 1954) eine neue Heimat gefunden, in zehn Niederlassungsorten evangelische Kirchen gebaut, ihre Gemeinschaften erhalten und in ihrer Geschichte einen Neubeginn gesetzt. Alle bisher durchgeführten Heimat-, Gedenk- oder Erinnerungstage dienten der Bewältigung und Aufarbeitung der Vergangenheit, die Geschichte ist unveränderlich, und trotz der erlittenen Verluste, der Schicksale, der Heimatlosigkeit ist es die Dankbarkeit, die an einem Gedenktag im Vordergrund stehen soll.

Bundesobmann Kons. Manfred Schuller begrüßte die vielen Ehrengäste und leitete in die Gedenkveranstaltung ein, der viele Ehrengäste aus Nah und Fern beiwohnten.

Video der Begrüßung

Die berührende Lesung vom Schauspieler Denis Riffel aus Deutschland, die der Stimmung angepassten Klänge der Harfenmusik und die historischen Bilder, die gezeigt wurden, hinterließen bei allen einen bleibenden Eindruck. Eine Podiumsdiskussion, bei der Gäste aus Kultur, Kirche, Wissenschaft und Politik beiwohnten, folgte der Lesung.

Dr. Paul Jürgen Porr, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR), Dr. Ingrid Schiel, Geschäftsführerin des Siebenbürgen-Instituts und Leiterin der Siebenbürgischen Bibliothek mit Archiv, Renate Bauinger, Superintendentialkuratorin der Evangelischen Kirche A.B. in Oberösterreich, den Ehrenbundesobmann der Siebenbürger Sachsen in Österreich, Pfarrer HR Volker Petri, Ing. Norbert Kapeller, Präsident des Verbandes der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ), sowie Christa Raggl-Mühlberger (FPÖ), Vizebürgermeisterin von Wels, Patenstadt der Heimatvertriebenen, stellten sich den Fragen von Dr.in Christine Haiden, eine in Oberösterreich erfolgreiche, bekannte Journalistin. Thema der Podiumsdiskussion war die Erinnerungskultur – Gestern – Heute – Morgen. Das Geschehen von damals ist Geschichte, die Menschen haben weitergelebt und eine neue Kultur geschaffen und die nächsten Generationen kennen die Kultur der Vorfahren nur mehr aus Überlieferung. Muss oder soll man etwas davon konservieren? Wie haben die Siebenbürger Sachsen in ihrer neuen Heimat die Kultur bereichert? Was kann man aus dieser Geschichte für den Umgang und die Integration von vertriebenen Menschen heute lernen?

Mit Aufmerksamkeit verfolgten die Gäste die Diskussion und mit einem anschließenden Umtrunk ging der erste Teil des Heimattages zu Ende. Zeitgleich fand in der Welser Stadthalle der Begrüßungsabend für die teilnehmenden Tanzgruppen statt, ein Kennenlernabend und die Vorbereitungen für den nächsten Tag.

Mit blauem Himmel und wolkenfrei, startete der Heimattag dann am Samstag. Der Wettergott meinte es überaus gut, schon morgens lachte die Sonne vom Himmel, die Trachtenträger und Trachtenträgerinnen, die von allen Seiten, aus Deutschland, Siebenbürgen und die Landsleute aus den Bundesländern anströmten, verschönerten zudem das Bild, welches sich vor der Stadthalle bot. Der Festzug formierte sich mit allen Beteiligten und die Musikkapellen, aus Deutschland und aus Traun, gaben den Gleichschritt vor, so zog man durch die Innenstadt von Wels, empfangen vom Applaus vieler Zuschauer und Zuschauerinnen. Welches Bild, welche Freude!

Als sich alle Trachtenträger und Trachtenträgerinnen vor der Stadthalle nach dem Festumzug aufstellten, spürte man die Verbundenheit der Siebenbürger Sachsen, eine große Gemeinsamkeit, die sich eingefunden hatte. Bundesobmann Manfred Schuller eröffnete den Heimattag und dankte allen für ihr Kommen, jeder Einzelne sei eine Bereicherung.

Namentlich nannte er die Ehrengäste, die angereist waren, die Vizebürgermeisterin die Patenstadt Wels Christa Raggl-Mühlberger, den Stadtrat von Wels Dr. Martin Oberdorfer, die Gemeinderäte Ludwig Vogl, Markus Wiesinger sowie Gemeinderätin Birgit Ebetshuber, als Mitbegründer der Städtepartnerschaft Wels – Bistritz Bürgermeister a.D. Dr. Peter Koits, als Vertreter der Geistlichkeit die Pfarrer Johann Zey aus Sächsisch Regen, Frank Schleßmann aus Mattighofen, Pfarrer i. R. Georg Zimmermann, Klaus Neugeboren aus der Schweiz sowie Pfarrer Dr. Rolf Binder.

Als Vertreter des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien den Vorsitzenden Dr. Paul Jürgen Porr, den Unterstaatssekretär im Departement für Interethnische Beziehungen der rumänischen Regierung, Thomas Şindilariu, sowie den Vorsitzenden des Siebenbürgenforums, Martin Bottesch, mit Begleitung. Ein herzlicher Gruß erging an den siebenbürgischen Unternehmer Michael Schmidt, dem der Bundesobmann „für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung durch die Michael Schmidt Stiftung“. Des Weiteren begrüßte Schuller den Präsidenten der Föderation der Siebenbürger Sachsen und Bundesvorsitzenden des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Rainer Lehni, mit Gattin, dazu die anwesenden Stellvertreter und Amtswalter des landsmannschaftlichen Verbandes in Deutschland; ferner u. a. seitens der Heimatortsgemeinschaft Bistritz und des Freundeskreises Wiehl – Bistritz Dr. Hans-Georg Franchy und Annemarie Wagner, den Obmann der Oberösterreichischen Landlerhilfe, Helmut Atzlinger, Ehrenbundesobmann Pfarrer Hofrat Volker Petri sowie alle anwesenden Nachbarväter, Nachbarmütter und Amtswalter und Amtswalterinnen auf Bundes- und Landesebene, nicht zuletzt all jene, „die diesen Tag durch ihre Mitwirkung tragen und prägen“, darunter eine große Abordnung aus Sächsisch Regen und Bistritz, die Landesverbände Wien, Niederösterreich und Burgenland, Steiermark, Kärnten, Tirol und Salzburg, aus Oberösterreich die Nachbarschaften, Volkstanzgruppen und Musikkapellen aus Mattigtal, Rosenau, Vöcklabruck, Gmunden-Laakirchen, Wels, Bad Hall, Sierning und Traun, aus Deutschland die Gruppen aus Ingolstadt, München, Rosenheim, die Gäubodener Sachsen, Landsleute aus Mainz,  Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie die Blaskapelle München Landshut.

All diese Formationen seien auf ihren Gebieten „Träger einer traditionellen Volkskultur, die in Siebenbürgen über Jahrhunderte gemeinschaftsbildend und prägend war“, so Bundesobmann Manfred Schuller „Blicken wir positiv in die Zukunft, wir Siebenbürger Sachsen sind ein starkes Volk, das hat uns die Vergangenheit bewiesen. Unsere Wurzeln sind noch in Siebenbürgen, die Geschichte hat uns geprägt, aber hier in Österreich sind wir zu Hause, seit 80 Jahren, und dafür sind wir dankbar“, unterstrich Manfred Schuller. Als solidarisches Zeichen „ist es uns ein Anliegen, einen Teil der Gottesdienstkollekte von Sonntag, Spenden und den Erlös des Bücherflohmarktes im ersten Stock für das Projekt „Österreich hilft Österreich“ zugunsten der Opfer der Flutkatastrophe zu spenden. Diese armen Menschen haben alles verloren und benötigen eine große Hilfsbereitschaft.“

Es folgten die Grußworte der Ehrengäste, neben anderen sprach der Unterstaatssekretär im Departement für Interethnische Beziehungen der rumänischen Regierung, Thomas Şindilariu, Dr. Jürgen Porr, Vorsitzender des deutschen Forums in Siebenbürgen. Als Vertreter der Heimatkirche übermittelte Hauptanwalt Friedrich Gunesch stellvertretend für die Kirchenleitung und Bischof Reinhard Guib, Grüße aus Nordsiebenbürgen, weiters sprachen der Vorsitzende des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Rainer Lehni und aus der Patenstadt Wels, Vizebürgermeister Christa Raggl-Mühlberger ihre Grußworte.

Höhepunkt war die Festansprache von Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, der lobende Worte zu Beginn seiner Festansprache, er gratulierte zur gelungenen Organisation dieses Heimattages. An diesen Tagen gehe es um die Geschichte, 80 Jahre Siebenbürger Sachsen, damit gehe es aber auch um die Geschichte Österreichs und letztlich auch um einen wichtigen Teil der europäischen Geschichte. Aus der Heimat vertrieben zu werden „ist ein Drama und ist ein Trauma“, so der Landeshauptmann. Die Siebenbürger Sachsen hätten in Österreich eine neue Heimat gefunden, in einer Zeit der Not „mit viel Mut, Vertrauen, einem gesunden Gottvertrauen“. Sie hätten angepackt und viel geleistet „für sich, ihre Familie, aber auch das gesamte Land“, sagte Stelzer und würdigte insbesondere die Aufbauleistung in Oberösterreich und deren Pioniergeist.

Der Nachmittag des Heimattages war den Tanzvorführungen der Tanzgruppen, den musikalischen Darbietungen der Blaskapellen sowie dem Besuch der Ausstellung „Heimat verloren – Heimat gefunden“ – Von Nordsiebenbürgen über Oberösterreich nach Nordrhein-Westfalen in Deutschland gewidmet. Eine Wanderausstellung und Leihgabe der Siebenbürger Landesgruppe Nordrhein-Westfalen, durch die Eröffnung führte der Bundesvorsitzende der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Rainer Lehni sowie die Bundeskulturreferentin der Siebenbürger Sachsen in Österreich, Ingrid Schuller.

Mit einem Gemeinschaftskonzert der Blaskapellen und einem am Abend folgenden Herbstball endete der Samstag. Der Sonntag fand mit einem Totengedenken und einem Fest- und Gedenkgottesdienst samt Festpredigt vom Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, Mag. Michael Chalupka und Pfarrer RolandWernek seine Fortsetzung, aber auch Abschluss.

Die vielen Trachtenträger und Trachtenträgerinnen bereicherten und schmückten das Gotteshaus. Bundesobmann Manfred Schuller dankte abschließend für diese ereignisreichen Tage, für die vielen Begegnungen, die Gespräche, dem Miteinander, der großen Gemeinschaft, die uns Siebenbürger Sachsen ausmacht. Man möchte allen danken, dass dieses Wochenende, welches ganz im Zeichen des Gedenkens war, des Erinnerns, aber auch der Freude war. Er betonte abschließend, dass die Kollekte der Gottesdienstbesucher zum einen für die Kirchenrenovierung und zum anderen für die Hochwasserkatastrophe in Österreich verwendet werden wird und lud zur Agape in den Pfarrgarten ein.

Damit gingen dieser 14. Heimattag und Auftakt zum „12. Siebenbürgische Kulturherbst in Oberösterreich“ zu Ende. Ein Dank geht an das Kamerateam von der deutschen Redaktion des öffentlich-rechtlichen rumänischen Fernsehens TVR 1 mit der Chefredakteurin Christel Ungar, die von Freitag bis Sonntag bei allen Veranstaltungen dabei war und mitgefilmt haben.

Impressionen

nachfolgende Fotos stammen von Fotograf Werner Redl, Traun

nachfolgende Fotos stammen von Fotograf Peter Mayr, Land Oberösterreich

Kiritog am Südmährerhof

Der traditionelle Südmährer Kirtag fand auch heuer wieder am 15. August 2024 am Südmährer Hof im Freilichtmuseum Niedersulz statt. Er begann mit einem Dankgottesdienst, gefolgt von einem Frühschoppen und ging dann in einen nachmittäglichen Tanz über.

Impressionen

Video der Musikkapelle

Gedenkgottesdienst des Kreises Znaim

Am 15. August 2024 fand in Unterretzbach ein Gedenkgottesdienst mit Kundgebung des Kreises Znaim statt.

Impressionen

Feierliche Verabschiedung von Gerhard Zeihsel

Am vergangenen Freitag nahmen wir in der großen Halle des Wiener Zentralfriedhofs von SLÖEhrenobmann und VLÖ-Vizepräsident, LAbg. u. GR a.D. Gerhard Zeihsel, der am 12.4. im 85. Lebensjahr plötzlich und unerwartet verstorben war, feierlich Abschied.

Feierliche Verabschiedung von Gerhard Zeihsel

Nach der Eröffnung der Verabschiedung durch hinführende Worte von unserem Landsmann, em. Domdekan zu St. Stephan, Prälat Karl Rühringer und Fürbitten für den Verstorbenen durch den VLÖ-Vorstand sprachen VLÖ-Präsident Ing. Norbert Kapeller, SLÖ-Bundesobmann DDr. Rüdiger Stix, Steffen Hörtler (Landes- und stellv. Bundesvorsitzender der SL, BdV-Vizepräsident), Dr. Reinfried Vogler (Vorsitzender der SL-Bundesversammlung a.D.), HR Hubert Rogelböck (SdJÖ), Josef Eichmair (VdSt Sudetia), Anneliese Kitzmüller, 3. NR-Präsidentin a.D., Veronika Matiasek, 2. Wiener Landstagspräsidentin a.D. und Abg. z. NR Mag. Dr. Gudrun Kugler jeweils in sehr persönlichen, berührenden Worten über den lieben Verstorbenen.

Unser Mitgefühl gilt vor allem seiner Familie, zuvorderst der trauernden Witwe Reinhilde, die ihn in jeder Lebenslage aktiv unterstützte.

Bitte sehen Sie hier unsere Bilder (und Videos) von diesem bewegenden Abschied von einem großen Landsmann, der sich sein Leben lang für die Ansprüche und Rechte der Sudetendeutschen mit all seiner Tatkraft einsetzte. Weitere Bilder bekamen wir von Eva-Maria Glück.

Wallfahrt nach Maria Dreieichen

Am Sonntag, 5. Mai 2024, veranstalteten die Südmährer eine Wallfahrt nach Maria Dreieichen.

Impressionen

1.000 Jahre Nachbarschaft: „Österreicher“, „Tschechen“ und „Sudetendeutsche“

Buchpräsentation mit Univ.-Prof. Dr. Arnold Suppan im „Haus der Heimat“

Einen besonderen Gast konnte VLÖ-Präsident Ing. Norbert Kapeller am Dienstagabend, den 9. April 2024 im „Haus der Heimat“ begrüßen: Univ.-Prof. Dr. Arnold Suppan stellte den interessierten Gästen sein Buch ‚1000 Jahre Nachbarschaft: „Österreicher“, „Tschechen“ und „Sudetendeutsche“ vor, welches im Jahr 2023 im Umfang von 987 Seiten im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) erschienen ist.

„Diese Synthese stellt die nachbarschaftliche Entwicklung der deutsch- und tschechischsprachigen Einwohner im Donau- und Sudetenraum vom 9. bis ins beginnende 21. Jahrhundert dar. Die Darstellung berücksichtigt dabei die politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung über die Jahrhunderte ebenso wie die Kultur- und Mentalitätsgeschichte. Hierbei werden vorerst die Kontinuitäten und Diskontinuitäten im Heiligen Römischen Reich unter den verschiedenen Herrschergeschlechtern – besonders der Přemysliden, Babenberger, Luxemburger und frühen Habsburger – verglichen, ab 1526 die gemeinsame Geschichte in der Habsburgermonarchie mit den Auseinandersetzungen im Dreißigjährigen Krieg und den Reformen unter Maria Theresia und Joseph II. dargestellt“, so Suppan über sein Buch.

Besonders hervorgehoben wird das Jahrhundert der nationalen „Konfliktgemeinschaft“ – der österreichisch-tschechischen wie der tschechisch-deutschen – zwischen 1848 und 1948, das sowohl das Zeitalter Franz Josephs und den Ersten Weltkrieg als auch die Erste Republik in Österreich und der Tschechoslowakei sowie die Zivilisationsbrüche in der Zeit der NS-Herrschaft und des Zweiten Weltkrieges, schließlich Vertreibung und Zwangsaussiedlung nach 1945 erfasst. Eigene Schwerpunkte stellen der Vertrag von Saint-Germain 1919, das Münchner Abkommen 1938 und die „Beneš-Dekrete“ dar. Abschließend werden die Trennung durch den „Eisernen Vorhang“ 1948, die gesellschaftspolitische Wende von 1989/90 und die neue Nachbarschaft in der EU erörtert.

v.l.n.r.: VLÖ-Vizepräsident Mag. Gerhard Schiestl, Univ.-Prof. Dr. Arnold Suppan, SLÖ-Bundesobmann Dr. Rüdiger Stix, VLÖ-Präsident Ing. Norbert Kapeller

Den kompletten Vortrag können Sie hier als Audio-Mitschnitt nachhören.

Einladung zur Buchpräsentation am 9. April 2024

1000 Jahre Nachbarschaft: „Österreicher“, „Tschechen“ und „Sudetendeutsche“

Auf eine weitere Veranstaltung im Kulturzentrum „Haus der Heimat“ am Dienstag, den 9. April 2024 um 18 Uhr weist VLÖ-Präsident Norbert Kapeller gemeinsam mit den VLÖ-Vorstandsmitgliedern hin: „Wir freuen uns besonders, dass Univ.-Prof. Dr. Arnold Suppan sein Buch ‚1000 Jahre Nachbarschaft: „Österreicher“, „Tschechen“ und „Sudetendeutsche“ bei uns im Haus präsentieren wird“, so die VLÖ-Verantwortlichen über den österreichischen Historiker, dessen Buch 2023 im Umfang von 987 Seiten im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) erschienen ist.

„Wir bitten interessierte Gäste aus organisatorischen Gründen bereits jetzt um ihre Anmeldung unter 01/7185905 bzw. sekretariat@vloe.at“, ergänzt Kapeller, der sich gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen vom VLÖ-Vorstand auf diese Veranstaltung im Kulturzentrum „Haus der Heimat“ freut.

Kooperationsvereinbarung mit der Stiftung Verbundenheit

Die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland empfing in Bayreuth eine Delegation des Verbandes der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften (VLÖ), bestehend aus Vertretern der einzelnen Landsmannschaften Österreichs.

Die Delegation des VLÖ war auf einer Studienreise in Deutschland unterwegs und hatte dabei die Gelegenheit, in Bayreuth das Lastenausgleichsarchiv zu besuchen. Das Lastenausgleichsarchiv war für die österreichischen Landsmannschaften durch die tiefe Auseinandersetzung mit historischen Dokumenten und Berichten, die das Schicksal der vertriebenen Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg beleuchten, im Hinblick auf die (museale) Neuausrichtung des „Hauses der Heimat“ in Österreich und der Archivierung und Digitalisierung eigener Dokumente von großem Interesse.

Neben einem Vortrag des Leiters des Lastenausgleichsarchivs, Karsten Kühnel, stellte Stiftungsratsvorsitzender Hartmut Koschyk in einem guten Austausch mit der Delegation den Kontext zwischen den Vertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern auf der einen Seite und der aktuellen Situation der deutschen Minderheiten in den Herkunftsregionen der Landsmannschaften dar.

Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen, bereitgestellt durch „Engins Ponte“, konnten die Gäste aus Österreich bei einer Stadtführung die kulturellen Sehenswürdigkeiten und die Geschichte Bayreuths besser kennenlernen.

Zum Abschluss des Besuches vereinbarten die Stiftung Verbundenheit und der VLÖ im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens in der Restauration Dötzer eine künftig noch engere Zusammenarbeit. Nach einleitenden Worten des Stiftungsratsvorsitzenden Hartmut Koschyk stellte der VLÖ-Präsident Norbert Kapeller im Einzelnen die mitgereisten Vertreter der einzelnen Landsmannschaften vor, bedankte sich für die Gastfreundschaft und unterstrich die bisher schon sehr gute Zusammenarbeit zwischen VLÖ und Stiftung Verbundenheit sowie persönlich zwischen ihm und Hartmut Koschyk.

Der niederösterreichische Landtagspräsident Karl Wilfing schloss sich Kapeller an und betonte die Bedeutung, die Vertriebenen als wichtigen Teil des politischen und gesellschaftlichen Lebens zu sehen, besonders in den Grenzregionen. Der Bayreuther Oberbürgermeister Thomas Ebersberger erzählte aus seiner eigenen Familiengeschichte, die teilweise ihren Weg von Österreich über Pommern und dann nach Bayreuth als neue Heimat fand.

Der Stiftungsratsvorsitzende Hartmut Koschyk und der VLÖ-Präsident Norbert Kapeller unterschrieben die Kooperationsvereinbarung zwischen der Stiftung Verbundenheit und dem VLÖ. Als Paten standen der erwähnte niederösterreichische Landtagspräsident Karl Wilfing und Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberger zur Seite.

Hartmut Koschyk und Norbert Kapeller betonten das gute Verhältnis beider Organisationen und ihrer Personen in der Vergangenheit und beschrieben erste gemeinsame Vorhaben und Anstrengungen, die unter anderem die Unterstützung der bisher nicht anerkannten deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien betreffen sowie den Kontakt zu den deutschsprachigen Gemeinschaften in Lateinamerika miteinschließen, welche sich oft auch oder besonders Österreich zugewandt fühlen und zu denen die Stiftung Verbundenheit durch ihr #JungesNetzwerk bereits einen guten Kontakt hat.

Die Stiftung Verbundenheit dankt für den Besuch sowie den guten Austausch und freut sich auf die weitere gute Zusammenarbeit und gemeinsame Kooperation für die Heimatverbliebenen und Heimatvertriebenen.

aus dem Newsletter der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland

Fotos: Stiftung Verbundenheit